Interview mit Bastian Fuhrken

Interview mit Bastian Fuhrken

Oberliga 06.04.2019

"Wir müssen jetzt in Gifhorn sehen, dass wir unsere Hausaufgaben machen!"

 

Hallo Bastian, wie hast du das Spiel gegen Arminia Hannover erlebt? Ihr seid sicher mit einer ganz anderen Erwartungshaltung in das Spiel gegangen.

Es war für mich überhaupt nicht schön zu sehen, wie wir seit Neugründung die höchste Heimspielniederlage in einem Pflichtspiel erlitten haben. Vor allem haben wir nicht das umgesetzt, was der Trainer verlangt hat und was die Jungs sich auch vorgenommen und gewünscht hatten. Was man eigentlich machen wollte, hat man nur in den ersten 10 Minuten der zweiten Halbzeit gesehen. Aber nach dem 0:1 gab es von der Mannschaft keine Reaktion, was sehr schade war.

War das Spiel in dieser Woche noch länger ein Thema oder wurde es am Montag schnell abgehakt und nach vorne geschaut? Wie ging die Mannschaft mit dieser Niederlage um?

So ein Spiel darf man nicht einfach abhaken, das muss analysiert werden. Der Trainer hat am Dienstag zusammen mit der Mannschaft eine Videoanalyse gemacht, in der es auch Einzelkritik gab. Es wurde außerdem mit der Mannschaft gesprochen, wir haben in sie reingehört was los ist, woran es vielleicht gelegen haben könnte. Im Anschluß haben wir uns dann auf die kommende Woche eingeschworen. Die Jungs haben die Woche über gut trainiert. Am Freitag haben wir dann zusammen den Gegner MTV Gifhorn besprochen.

Warst du mit der Zuschauerresonanz am Sonntag zufrieden?

Ja, damit war ich sehr zufrieden. Wir hatten 1005 Zuschauer im Delmenhorster Stadion. Das freut mich natürlich. Es ist auch ganz gut, wenn wir solch eine Mischung aus Samstags- und Sonntagsspielen machen. Den Sonntag würde ich in Zukunft gerne für ein Heimspiel nutzen, wenn Werder sein Bundesligaspiel am Tag zuvor im eigenen Stadion ausgetragen hat. Wir haben immer Zuschauereinbußen, wenn wir zeitgleich oder zumindest am gleichen Tag mit Werder spielen. Dem würden wir damit aus dem Weg gehen. Vorraussetzung ist allerdings, dass das Stadion auch zu dem Zeitpunkt verfügbar wäre. Das klappte gegen Arminia Hannover nur, weil die Jahn-Damen dem zugestimmt haben und auf der eigenen Anlage gespielt haben. Das fand ich sehr gut.

Einige Fans sind verärgert, dass der SVA nach außen gerne vom Aufstieg in die Regionalliga spricht, die Tabellensituation aber eine andere Sprache spricht. Kannst du die Verärgerung verstehen?

Das kann ich einerseits verstehen, andererseits aber auch nicht. Wir haben nicht davon gesprochen, dass wir in diesem Jahr aufsteigen wollen. Wir haben gesagt, dass wir uns weiterentwickeln wollen. Wir sind letztes Jahr neunter geworden, was nicht bedeutet, dass wir im folgenden Jahr direkt aufsteigen wollen. Das ist nicht richtig. Vielleicht wurde das von einigen Fans falsch verstanden. Wir haben als Verein immer gesagt, wenn die Mannschaft an einer gewissen Position stehen sollte, dann wird das nicht so sein wie in anderen Vereinen, dass der Antrag nicht eingereicht wird. Etwas anderes haben wir nie nach außen kommuniziert.

Der Aufstieg wird in dieser Saison wohl nicht klappen. Peilt ihr die Regionalliga für 2019/2020 an?

Wir haben als Gesamtverein mal ein Konzept aufgestellt wo wir irgendwann mal stehen wollen. Natürlich ist das irgendwann mal ein Plan dahinzukommen, aber es muss sich vieles entwickeln, wie z.B. die finanzielle Struktur, die Kaderstruktur und die Infrastruktur. Es müssen so viele Dinge passieren um das irgendwann zu packen. Aber wir müssen gucken wann es kommt. Wenn es kommt, nehmen wir es mit. Aber wir müssen es halt anpacken und brauchen dafür viele, viele Personen, die da auch zu Lust haben. Ansonsten schaffen wir das sowieso nicht.

Gibt es bereits Neuverpflichtungen bzw. Vertragsverlängerungen? Andere Vereine wie Hagen/Uthlede, Spelle-Venhaus und MTV Wolfenbüttel sind da bereits sehr weit.

Ja klar, Neuverpflichtungen und Vertragsverlängerungen gibt es. Wir halten uns im Gegensatz zu anderen Vereinen allerdings mit der Veröffentlichung zurück und machen erstmal unsere Hausaufgaben. Ich habe mit fast allen Jungs aus dem aktuellen Kader gesprochen. Es gibt 8 Spieler mit einem Zweijahresvertrag, vier Spieler die verlängert haben. Dann habe ich mit den Meisten das erste oder sogar schon das zweite Gespräch geführt, da sieht es auch gut aus, so dass dort einige Spieler in den nächsten zwei Wochen ihre Entscheidung treffen werden. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren sind wir mit unserer Personalplanung weiter als sonst zu diesem Zeitpunkt. Wir haben schon einiges getan. Zwei Neuzugänge stehen bereits auch fest, mit anderen Spielern bin ich in Gesprächen. Also mit dem aktuellen Stand der Kaderplanung bin ich zur Zeit sehr zufrieden.


Wie zufrieden bist du mit der bisherigen Arbeit von Olaf Blancke?

Olaf hat vom ersten Tag an alles im Verein angenommen und betreibt einen enormen Aufwand um alles im Verein kennenzulernen. Er fährt zu Spielen der 2. Herren, beschäftigt sich mit dem Vorstand, erkundigt sich über die Jugend, ist immer wieder dabei, bei den 1. Herren Dinge zu verbessern und noch vieles mehr. Es ist ganz normal, dass er nicht sofort etwas bewirken kann, da gehören immer noch mehrere zu. Zusammen mit den Betreuern sind wir bei den 1. Herren 30 Personen, das muss alles zueinander passen. Wir sind aber auf einem sehr guten Weg und ich bin auch davon überzeugt, dass Olafs Denkweise die Richtige ist. Im letzten Jahr sind wir ähnlich schlecht in die Rückrunde gestartet, das ist in diesem Jahr auch wieder so. Das ist einfach das Resultat aus unseren extrem schlechten Trainingsmöglichkeiten. Man sieht es aktuell ja auch in der Oberliga. Wer keine guten Trainingsmöglichkeiten hat, der kommt schlecht in die Rückrunde rein. Da sind mehrere Vereine von betroffen. Das ist zwar sehr schade, aber mit etwas Zeit wird es bei uns auch wieder richtig laufen.

Das Halbfinale im Niedersachsenpokal gegen den 1. FC Wunstorf findet am Ostermontag statt. Wann startet hierfür der Vorverkauf und wie sieht es mit den Preisen aus?

Wir erwarten gegen den 1. FC Wunstorf eine volle Hütte. Das ist für uns eines der wichtigsten Spiele der Vereinskarriere. Sollten wir dieses Spiel gewinnen, haben wir das Finale vor uns. Das wäre sensationell. Der Vorverkauf startet am kommenden Dienstag, den 9. April. Die Eintrittspreise sind die gleichen wie bei den Oberligaspielen auch. Wir schlagen nichts drauf wie es vielleicht andere Vereine machen würden oder wie es im anderen Halbfinale der Fall ist. Meine Empfehlung ist, sich Karten bereits im Vorverkauf zu holen. Ich hoffe, dass die Tribüne bereits vorab ausverkauft sein wird und wir am Spieltag selbst nur noch Stehplätze anbieten können.

Atlas ist Tabellenachter, Gifhorn auf einem Abstiegsplatz auf Rang 13. Es trennen beide Vereine nur 2 Punkte, allerdings hat Atlas noch 2 Nachholspiele. Geht der Blick im Moment trotzdem eher nach unten oder schaut ihr in beide Richtungen?

Das ist für uns am Sonntag schon ein entscheidendes Spiel. Sollten wir gewinnen, haben wir ein kleines Polster nach unten. Sollten wir jedoch verlieren, dann stecken wir da unten mit drin. Trotzdem gucken wir immer von Spiel zu Spiel. Wir haben im April wichtige Spiele vor uns. Da müssen wir jetzt in Gifhorn sehen, dass wir dort unsere Hausaufgaben machen und die drei Punkte holen.

Wie schätzt du Gifhorn ein? Was erwartet die Mannschaft dort?

MTV Gifhorn spielt zuhause und es herschen dort gute Rahmenbedingungen. Natürlich wollen die auch ihre drei Punkte holen. Außerdem ist es für den MTV auch ein Schlüsselspiel in welche Richtung es in Zukunft geht. Deswegen werden wir einen organisierten Gegner vorfinden, der uns schlagen möchte. Wir müssen mit allen Mitteln dagegen halten und immer wieder wach sein, damit wir drei Punkte mit im Gepäck nach Hause nehmen können.

Dein Tipp für Sonntag?

2:0 für den SVA

 

Das Interview führte Andreas Otten vom SV Atlas Delmenhorst

Titelbild von Winterfotoland Sport Events

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