SV Atlas siegt in Gifhorn

SV Atlas siegt in Gifhorn

1. Herren 07.04.2019

25. Spieltag - Oberliga Niedersachsen

 

von Daniel Niebuhr (Delmenhorster Kreisblatt)

 

SV Atlas Delmenhorst schafft den Durchbruch mit alten Tugenden

Der Frühling hat am Sonntag nicht nur Delmenhorst, sondern fast ganz Niedersachsen mit Wärme und Sonnenschein verwöhnt, auch in Gifhorn kurz vor Wolfsburg waren es im GWG-Stadion am Nachmittag lauschige 20 Grad. Vielleicht war es die ungewohnte Hitze, die die Fußballer des SV Atlas so geschafft hatte, wahrscheinlich auch die harte Arbeit, zumindest hielt sich die Feierlaune nach dem so ersehnten ersten Sieg des Jahres in überraschenden Grenzen. Nach dem 2:0 (2:0) beim MTV Gifhorn klatschten sich zwar vereinzelt mal Oberliga-Fußballer ab, etwas Ausgelassenheit erlaubte man sich aber erst im Schatten der kleinen Tribüne – zusammen mit dem wieder mal unüberhör- und unübersehbaren Anhang. Olaf Blancke hatte eine durchaus eindrucksvolle Erklärung für die Zurückhaltung seiner Partygesellschaft. „Die Spieler und wir auf der Bank haben alles gegeben – wir waren leer“, sagte der Coach und fügte an: „Im positiven Sinne natürlich.“

Gifhorns Geschenke

Speziell von Blancke wird an diesem Nachmittag einige Last abgefallen sein. Für den im Winter gekommenen Übungsleiter war es im fünften Versuch der erste dreifache Punktgewinn, was den Abstand zu den Abstiegsrängen auf fünf Punkte vergrößerte und damit etwas Dampf vom Kessel nahm. „Wenn man so will, bin ich endgültig in Delmenhorst angekommen“, sagte er. „Man hat sich schon Gedanken gemacht, jetzt ist man erleichtert.“

Seine Mannschaft hatte den Knoten zuvor mit alten Tugenden platzen lassen. Die Delmenhorster verschwendeten keine Energie darin, das Spiel zu machen, sie verlegten sich auf eine giftige Zweikampfführung und schnelle Angriffe nach Ballgewinnen, was durch das fehlerhafte Gifhorner Spiel bestens funktionierte. In der fünften Minute konterte Atlas über die rechte Seite, Oliver Rauh flankte fast von der Grundline halbhoch – und Gifhorns Torwart Tobias Krull, lenkte den Ball ins eigene Tor.

Thomas Mutlu als Zerstörer

Beim zweiten Delmenhorster Treffer stellten sich die Gastgeber auf andere Weise dusselig an. Nach einem kurz ausgeführten Freistoß auf Höhe der Mittelline in der 16. Minute legte sich Arne Jaeger den Ball zu weit vor, Patrick Degen bedankte sich mit einem langen Pass auf Rauh, der am Strafraum zurück auf Degen legte. Dessen Schuss wiederum prallte vom Innenpfosten ins Tor. Gifhorn war danach um eine Antwort bemüht, die langen Bälle waren aber keine Bedrohung für die Atlas-Defensive, die einen sichtbaren Plan hatte. Laufwunder Thomas Mutlu schaltete vor der Abwehr mit Marvin Luczkiewicz die Gifhorner Kreativzentrale aus. „Deren beste Waffe hatten wir gut im Griff“, freute sich Blancke. „Wir waren sehr aggressiv und diszipliniert.“

Schlampige Konter

Zur Pause hatten mit Mutlu und Kapitän Nick Köster beide Abräumer allerdings schon Gelb gesehen, Köster machte deshalb für den wieder genesenen Tom Schmidt Platz. „Es ist großartig, dass wir solche Alternativen haben“, fand Blancke. Vorne kam Marco Prießner und beteiligte sich am Verschlampen der vielen Konterchancen. Rauh war nach einer halben Stunde wieder allein durch und vergab, Prießner war bei einigen Gegenangriffen zu eigensinnig. „Wir müssen den Sack früher zumachen. Auch ein 2:0 kann saugefährlich sein“, sagte Blancke.

Jetzt drei Heimspiele in Folge

War es aber nicht, weil Gifhorn viel zu harmlos war und damit nicht ganz zufällig zum vierten Mal in Folge verlor. Für Atlas war es dagegen ein Befreiungsschlag zur perfekten Zeit. Ab Samstag stehen mit den Ligapartien gegen Eintracht Braunschweig II und den VfL Oythe und dem Niedersachsenpokal-Halbfinale gegen den 1. FC Wunstorf drei Heimspiele in Folge an, die für den Club richtungsweisend sein können.

 

25. Spieltag: Alle Ergebnisse und Tabelle

Hier nochmal das komplette Spiel bei sporttotal.tv schauen

 

 

MTV Gifhorn

0 : 2

SV Atlas

Sonntag, 7. April 2019 · 15:00 Uhr

Oberliga Niedersachsen · 25. Spieltag

Schiedsrichter: Soeren Steeg Assistenten: Jona-Levi Stammwitz, Brian Backhaus Zuschauer: 300

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