SVA gewinnt spektakuläre Partie

SVA gewinnt spektakuläre Partie

1. Herren 08.09.2019

6. Spieltag - Oberliga Niedersachsen

Text: Lars Pingel

Titelbild: Tammo Ernst

Video: Atlas Fan-TV

Bildergalerie: SV Atlas Events

 

Fußball-Spektakel im Stadion an der Düsternortstraße in Delmenhorst: Der SV Atlas gewinnt sein Oberliga-Heimspiel gegen Lupo Martini Wolfsburg mit 6:3 (4:1).

Was für ein spektakuläres Fußballspiel: Der Oberligist SV Atlas Delmenhorst hat am Samstag vor etwa 950 Zuschauern im Stadion an der Düsternortstraße einen 6:3 (4:1)-Heimsieg über Lupo Martini Wolfsburg gefeiert. In der Partie, in der beide Mannschaften vom An- bis zum Abpfiff mit hohem Tempo nach vorn spielten, trafen Tom Schmidt (24., 64. Minute), Julian Harings (10.), Musa Karli (18.), Emiljano Mjeshtri (33.) und Marvin Osei (66.) für den SVA. Die Treffer des nie aufsteckenden Regionalliga-Absteigers erzielten Timon Hallmann (4.), Nico Gercke (61.) und Rocco Tuccio (62.). Es hätten sogar noch mehr Tore fallen können. Sowohl die Delmenhorster als auch die Wolfsburger vergaben noch einige klare Möglichkeiten. Lupo-Mittelfeldspieler David Chamorro scheiterte in der Schlussphase mit einem Foulelfmeter an Atlas-Torwart Florian Urbainski (83.).

"Ich bin mit dem Sieg zufrieden. Wir haben drei Punkte", sagte Atlas-Trainer Key Riebau. Vor allem mit Blick auf die Entstehung der Gegentreffer fügte er aber hinzu: "Einiges stelle ich mir schon anders vor." Seine Mannschaft hatte zunächst Probleme, ihre defensive Ordnung zu finden. Sie ließ den Gästen viel Raum. Die nahmen diesen dankend an, kombinierten sich gute Möglichkeiten heraus. Eine der ersten verwertete Hallmann, der energisch nachsetzte, als die Atlas-Defensive mit vereinten Kräften einen Schuss von Chamorro abgeblockt hatte. Aus 50 Zentimetern grätschte der Wolfsburger Mittelstürmer den Ball über die Linie (4.).

Treffer von Julian Harings rüttelt SV Atlas wach

Die Delmenhorster kamen – etwas glücklich – schnell zurück. Der starke Mittelfeldspieler Florian Stütz spielte einen schönen Pass auf den aufgerückten Rechtsverteidiger Marlo Siech, dessen Flanke erreichte der mehrfach unglücklich agierende Lupo-Torwart Marius Sauss nur mit einer Hand. Er lenkte sie direkt vor die Füße des ebenfalls mit nach vorn gelaufenen linken Abwehrspielers der Delmenhorster. Der Schuss von Julian Harings war dann unhaltbar (10.). "Das Tor fiel fast aus dem Nichts", gab Riebau zu, freute sich natürlich trotzdem über die positive Wirkung: 

"Es hat die Mannschaft wachgerüttelt."

Delmenhorster erzielen drei Tore in 15 Minuten

Nach dem Ausgleich bekam Atlas nach und nach mehr Ruhe in seinen Spielaufbau. Die Passgenauigkeit wurde stetig größer. Das machte sich nicht nur dann bemerkbar, wenn die Delmenhorster den Ball länger durch die eigenen Reihen laufen ließen, um Lücken in der Lupo-Abwehr zu provozieren. Auch wenn sie nach Ballgewinnen gegen die weiter offensiv auftretenden Wolfsburger schnell umschalteten, machte sich das bezahlt. Mehrfach konterte der SVA stark. Und das Team nutzte seine Torchancen, in den zurückliegenden Partien ein Manko. Einen klasse Diagonalpass von Stütz veredelte Karli, der dann in der 26. Minute angeschlagen ausgewechselt werden musste, mit einem Schuss in den linken oberen Winkel (18.). Schmidt legte nach (24.). Er kam an den Ball, nachdem der erneut sehr gut aufgelegte Osei nach einem Solo an sechs Wolfsburgern vorbei von Valeri Schlothauer doch noch gestoppt worden war. Sauss bekam die Faust zwar an den Ball, der senkte sich aber in die lange Ecke. Mjeshtri, der für Karli in die Partie gekommen war, sorgte für den Pausenstand. Er traf nach mehreren Unaufmerksamkeiten in der Lupo-Defensive aus kurzer Distanz (33.).

Wolfsburg kommt ins Spiel zurück

Die Partie blieb auch nach dem Seitenwechsel furios. Marco Prießner hatte nach einem Zuspiel von Schmidt die erste klare Chance, schoss aber knapp am langen Pfosten vorbei (49.). Anschließend stürmten allerdings vor allem die Wolfsburger. Sie überraschten die Gastgeber damit sichtlich. Die Begegnung, die eigentlich schon entschieden schien, wurde plötzlich spannend. Andrea Rizzo legte von links perfekt für Gercke auf (60.), keine 80 Sekunden später gelang Rizzo fast von der selben Position aus eine perfekte Flanke auf den Kopf von Tuccio (61.) – 3:4.

SV Atlas antwortet prombt

Riebau lobte später die gute Moral seiner Spieler. "Wir haben zweimal die Köpfe geschüttelt und dann wieder gut nach vorn gespielt", erklärte er angesichts des frühen Rückstands und der beiden schnell aufeinanderfolgenden Gegentreffer. Nach dem dritten Lupo-Tor wurde das schon nach 180 Sekunden belohnt. Zunächst war Prießner noch zweimal an Sauss gescheitert (63.). Doch Stütz fand mit der auf die zweiten Parade folgenden Ecke Schmidt, der aus sieben Metern einköpfte (64.). Dass Osei bereits nach dem nächsten Angriff das sechste Atlas-Tor schoss, dürfte die bei den Delmenhorstern möglicherweise aufkommende Nervosität endgültig vertrieben haben. 

Der Osei-Treffer ärgerte die Wolfsburger mächtig. Sie protestierten wütend. Sauss hatte den Ball nach dem Schuss des Delmenhorsters an den Innenpfosten gelenkt, von wo aus er nach unten abprallte. Der Schiedsrichter-Assistent signalisierte sofort: Tor für Atlas (66.).

Tempo ist bis zum Abpfiff hoch

Das 6:3 war wohl die Entscheidung. Tempo und Intensität des Spiels nahmen trotzdem nicht ab, es blieb attraktiv und unterhaltsam. Wolfsburg stürmte weiter, war zudem nach Ecken und Freistößen gefährlich. Ein Kopfballtor von Hallmann wurde wegen Foulspiels nicht anerkannt (80.). Chamarro scheiterte vom Elfmeterpunkt an Urbainski (83.). Harings hatte zuvor Tuccio gefoult. Doch auch die Delmenhorster erspielten sich mit starken Kombinationen bis zum Schlusspfiff noch einige sehr gute Chancen. 

"Wir hätten noch zwei, drei Tore mehr schießen können – müssen", fand Riebau nach dem Schlusspfiff, der den dritten Saisonsieg seiner Mannschaft besiegelte. Der SV Atlas ist 2019/20 in Punktspielen weiter unbesiegt. Er hat nach fünf Partien elf Punkte auf dem Konto.   

Statistik

SV Atlas Delmenhorst - Lupo Martini Wolfsburg 6:3

SV Atlas Delmenhorst: Urbainski - Harings, Lingerski, Plendiskis, Siech - Köster, Stütz (86. Morikami) - Schmidt (74. Isik), Karli (28. Mjeshtri), Osei - Prießner.
Lupo Martini Wolfsburg: Sauss - Ströhl, Schlothauer, Nguema Ella (28. Gercke) - Ebot-Etchi, Igkmpinompa (81. Salijevic), Chamoro, Vy-Ngoc - Rizzo (65. Konieczny), Hallmann, Tuccio.
Tore: 0:1 Hallmann (4.), 1:1 Harings (10.), 2:1 Karli (18.), 3:1 Schmidt (24.), 4:1 Mjeshtri (33.), 4:2 Gercke (60.), 4:3 Tuccio (61.), 5:3 Schmidt (64.), 6:3 Osei (66.).
Schiedsrichter: Klein (SV Ahlerstedt/Ottendorf).
Zuschauer: ca. 950.

 

SV Atlas

6 : 3

Lupo Martini Wolfsburg

Samstag, 7. September 2019 · 16:00 Uhr

Oberliga Niedersachsen · 06. Spieltag

Schiedsrichter: Marcel Klein Assistenten: Calvin Dieckhoff, Marvin Hauschild Zuschauer: 950

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