SV Atlas verliert gegen VfL Oldenburg

SV Atlas verliert gegen VfL Oldenburg

Regionalliga 08.08.2020

 

Ein Bericht vom

von Lars Pingel

Der SV Atlas Delmenhorst, Aufsteiger in die Fußball-Regionalliga, hat ein Vorbereitungsspiel auf die Saison 2020/21 gegen den VfL Oldenburg verloren. Der Oberligist konterte die Gastgeber dreimal aus.

Der Regionalliga-Aufsteiger SV Atlas hat ein Vorbereitungsspiel auf die Saison 2020/21 verloren. Am Samstag unterlagen die Delmenhorster im heimischen Stadion an der Düsternortstraße den geschickt konternden Oberliga-Fußballern des VfL Oldenburg mit 2:3 (1:2). Jonas Siegert (19. Minute, Foulelfmeter), Vafing Jabateh (37.) und Sven Lameyer (87.) trafen für die Gäste. Vor etwa 200 Zuschauern erzielten Kostadin Velkov (27.) und Devin Isik (48.) die Atlas-Tore. "Mit der ersten Halbzeit bin ich nicht so zufrieden, mit der zweiten überwiegend zufrieden", sagte SVA-Trainer Key Riebau.

Ferfelis und Osei angeschlagen

Das Ergebnis der Partie störte Riebau weit weniger als die Tatsache, dass er schon in der ersten Halbzeit zweimal auswechseln musste. "Zuerst war mir für dieses Spiel wichtig, dass sich keiner verletzt. Das steht über allem. Es hat nicht geklappt", sagte er angesichts der Verletzungssorgen, die das Team seit längerem plagen. Dimitrios Ferfelis (24., Schulter) und Marvin Osei (35., Oberschenkel) verließen am Samstag angeschlagen den Platz, für sie kamen Marco Prießner und Isik. 

Foto: Rolf Tobis


Oldenburger nutzen Konterchancen

Temperaturen deutlich jenseits der 30-Grad-Marke machten den Mannschaften, die sich an einem frühen Punkt der Vorbereitungsphase befinden, natürlich zu schaffen. Trotzdem gingen sie die schwere Aufgabe engagiert an, agierten aber verständlicherweise nicht immer in höchstem Tempo. Atlas, das in einer 4-2-3-1-Formation begann, störte die Oldenburger zunächst weit in deren Hälfte, um jeden Spielaufbau im Ansatz zu ersticken. Das gelang eigentlich recht gut, brachte dem Team die erste Torchance ein. Marek Janssen schoss den Ball, den er im VfL-Strafraum zurückerobert hatte, knapp über das Tor (8.). Allerdings: Die Oldenburger demonstrierten geschickt, was passieren kann, wenn Atlas beim Pressen die Ordnung verliert. Es eröffnen sich große Räume. Die schnellen Stürmer des VfL nahmen diese dankend an. Nach dem ersten gelungenen VfL-Angriff kam Osei gegen Jabateh einen Schritt zu spät. Siegert ließ SVA-Torwart Florian Urbainski vom Elfmeterpunkt aus keine Chance (19.). Und auch vor ihrem zweiten Führungstreffer spielten die Oldenburger eine weit aufgerückte Atlas-Elf mit schnellen Steilpässen aus. Jabateh vollendete (37.). Das dritte VfL-Tor vor der Pause verhinderte Urbainski mit einer starken Parade gegen einen Siegert-Schuss aus fünf Metern. Zuvor war Vorlagengeber Jabateh allerdings in stark abseitsverdächtiger Position angespielt worden.

Kostadin Velkov trifft zum 1:1

Die Delmenhorster waren in den ersten 45 Minuten sehr viel länger in Ballbesitz als ihre Gäste. Ihren Kombinationen fehlte allerdings vor allem in der Nähe des VfL-Tors die Genauigkeit. Den zwischenzeitlichen Ausgleich markierte Velkov, der den Ball nach einem Lattenkopfball von Janssen per Kopf ins Netz beförderte (27.). Die gute Flanke auf Janssen hatte Luca Liske geschlagen.

Velkov erzielt per Kopf den 1:1 Ausgleich | Foto: Rolf Tobis


Zwei Gastspieler laufen für den SV Atlas auf

Nach dem Seitenwechsel standen sieben weitere neue Spieler neben Prießner, Isik, Urbainski und Tom Schmidt für Delmenhorst auf dem Feld. Darunter waren in Max Bell Bell, der in der vergangenen Saison für Kickers Offenbach in der U19-Bundesliga aktiv war, und Elario Gahssan, der zuletzt für den VfL Osnabrück in der U19-Bundesliga aufgelaufen war, zwei Gastspieler. Beide passten gut ins Atlas-Spiel. Sie werden, erklärte Bastian Fuhrken, Leiter Leistungsfußball des Vereins, auch am Sonntag gegen den Bremer SV dabei sein.

SV Atlas vergibt gute Chancen

Bell Bell und Schmidt, die auf der linken Seite einige gute Angriffe initiierten, bereiteten das zwischenzeitliche 2:2 vor. Nach ihrer Kombination leitete Musa Karli den Ball – nicht mit voller Absicht – zu Isik weiter, der ihn reaktionsschnell mit der Hacke in die lange Ecke des VfL-Tors hob. Anschließend kontrollierte Atlas um den aus der Viererkette heraus dirigierenden Spieler-Co-Trainer Malte Müller das Geschehen. Die Mannschaft bekam mehr Zug in ihre Angriffe. Sie vergab aber die guten Chancen, die sie sich erspielte. Ganz anders die Oldenburger, die in der Pause ebenfalls einige Male ausgewechselt hatten. Von ihrer Offensive war lange nicht mehr viel zu sehen, doch als sie noch einmal Platz bekam, nutzte sie diesen. Lameyer ließ Urbainski keine Abwehrmöglichkeit (87.).

Riebau, der die zweite Halbzeit nach "einer Meinungsverschiedenheit" mit Schiedsrichter Christian Meermann (Vechta) nicht mehr von der Seitenlinie aus verfolgen durfte, blickte nach dem Schlusspfiff kurz auf das vorausgegangene Testspiel seiner Mannschaft zurück, das sie mit 3:1 bei einem Ligarivalen gewonnen hatte. "So wie ich das Spiel beim SSV Jeddeloh nicht in den Himmel gehoben habe, werde ich über die Partie gegen Oldenburg nicht sagen, dass alles Grütze war", erklärte er: "So ist das in der Vorbereitung: Mal triffst du auf Gegner, die es gut machen, mal auf welche, die es nicht so gut machen."

Titelbild, Bildergalerie und Video: André Klattenhoff / SV Atlas-Events

SV Atlas

2 : 3

VfL Oldenburg

Samstag, 8. August 2020 · 16:00 Uhr

Testspiel, Stadion Delmenhorst

Schiedsrichter: Christian Meermann Assistenten: Philip Eiben, Felix Brockhaus Zuschauer: 200

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