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Interview mit Key Riebau

Teil 2 von 2

Artikel vom 11. Januar 2026

Rückkehr von Mats Kaiser: Erfahrung und Kabinen-Spirit

Mit Mats Kaiser ist ein alter Bekannter zurück an der Delme. Was versprichst du dir von seiner Rückkehr und wie wichtig ist seine Erfahrung für die Stabilität in der Defensive?

Mit Mats kommt erst mal ein extrem positiver Typ zurück, der sich nahtlos einfügt und unsere Harmonie in der Kabine ideal widerspiegelt. Wir waren damals unglaublich traurig, als er ins Ausland ging, und sind nun mega happy, dass er wieder im Team ist. Aber ich habe auch sportliche Erwartungen: Er soll gerade auf die jungen Spieler ein Auge haben und darauf achten, dass wir unsere maximale Leistung bringen. Mats ist absolut kompetitiv und hat Bock, mit der Mannschaft etwas zu reißen. Ich erwarte von ihm, dass er vorangeht, damit jeder erkennt: um in den nächsten Monaten unsere hohen Erwartungen zu erfüllen, benötigt es den Vollgasmodus. Er ist gesund, topmotiviert und wird dem Team viel geben.

Transfermarkt: Konkurrenzkampf und Kaderveränderungen

Das Transferfenster ist noch offen. Haltet ihr die Augen nach weiteren Verstärkungen offen oder vertraust du voll und ganz auf die aktuelle „Delmenhorster Power“ im Kader?

Machen wir uns nichts vor: Wir hoffen schon, dass sich personell noch etwas bewegt. Wir sind aktuell mit interessanten Spielern im Austausch und ich bin guter Dinge, dass wir noch ein oder zwei Neuzugänge verpflichten können. Das ist wichtig für den Konkurrenzkampf. Wenn man das Ende der Hinrunde analysiert, hatte man das Gefühl, dass wir ein bisschen zu gemütlich geworden sind. Dieser unbedingte Hunger nach Siegen, der uns lange getragen hat, war nicht mehr bei jedem zu 100 Prozent da.
Auf der anderen Seite gibt es auch Abgänge. Joel Schallschmidt war unzufrieden mit seiner Spielzeit und hat uns um Vertragsauflösung gebeten. Ich bin sehr gerne sein Trainer gewesen; er ist ein toller Typ und ein vorbildlicher Mitspieler, der immer alles gegeben hat. Ich wünsche ihm von Herzen, dass er bei seinem neuen Verein das findet, was wir ihm zuletzt nicht bieten konnten.

Die Vorbereitung: Zwischen Taktik und Leidenschaft

Ihr habt ein straffes Testspielprogramm vor der Brust – unter anderem gegen den TV Eiche Horn und den Regionalligisten BW Lohne. Worauf legst du mehr Wert: Das nackte Ergebnis oder das Experimentieren mit Taktik und Formation?

Ich bin eigentlich kein Trainer für große Experimente. Wir haben zuletzt oft in der 4-4-2-Raute gepresst, aber die letzten Wochen der Hinrunde haben gezeigt, dass sich die Gegner besser auf uns eingestellt haben. Deshalb haben wir variabel reagiert, kleine taktische Anpassungen vorgenommen, zum Beispiel mit einer Fünferkette aus einem 5-2-2-1 heraus operiert. Taktik ist wichtig, aber in der Vorbereitung geht es mir vor allem darum, dass sich jeder Spieler neu beweisen kann. Jeder soll das Gefühl haben, dass er nah an der Startelf dran ist, wenn er im Training Vollgas gibt. Ich will eine Mannschaft sehen, die für Leidenschaft und Kampf steht. Wenn wir diese letzten zwei, drei Prozent wieder herausholen, werden wir die engen Spiele in der Rückrunde auch wieder für uns entscheiden.

Der Auftakt gegen Bersenbrück

Am 15. Februar geht es gegen den TuS Bersenbrück direkt mit einem Topspiel zu Hause los. Wie wichtig ist ein Erfolgserlebnis in diesem „Sechs-Punkte-Spiel“ für den restlichen Verlauf der Rückrunde?

Ich möchte den Druck gar nicht unnötig erhöhen, auch weil ich das Wort „Sechs-Punkte-Spiel“ nicht gerne in den Mund nehme. Klar ist: Der Auftakt gegen eine Spitzenmannschaft ist ein echter Härtetest. Uns hat die Pause gutgetan, wir haben jetzt alle wieder richtig Lust und Vorfreude, auf dem Platz zu stehen – auch wenn die Trainingsbedingungen aktuell witterungsbedingt nicht die besten sind. Wir fokussieren uns voll auf den Start und wollen gegen Bersenbrück direkt eine starke Performance abliefern.

Botschaft an die Fans: Der Traum vom Aufstieg

Zum Abschluss: Die Fans träumen natürlich vom Aufstieg. Was ist deine Botschaft an die Atlas-Anhänger für das Fußballjahr 2026 – was können sie von deiner Mannschaft erwarten?

Key Riebau: Ich wünsche mir, dass wir direkt ein Feuer entfachen, das bis Mai brennt. Es wäre super wenn das Stadion spätestens ab April von Spiel zu Spiel voller wird, weil die Tabellensituation immer mehr Spannung verspricht. Wir haben eine großartige Fanbase, die uns überall unterstützt. Viele im Umfeld haben Lust, Atlas in der Regionalliga zu sehen – und wir als Mannschaft werden alles daran setzen, diesen Traum durch Siege wahr werden zu lassen. Es soll eine tolle Reise bis zum Mai werden, die wir alle gemeinsam unternehmen.