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Interview mit Co-Trainer Marcel Stegemann

Aus dem Stadionheft #147

Artikel vom 17. März 2026

Moin Marcel, die Winterpause war lang und durch einige Spielabsagen im Februar etwas zerstückelt. Wie schwer war es, die Spannung im Team über die kalten Monate hochzuhalten?
Moin Timo, zum Ende hin, war es natürlich etwas schwieriger, weil alle darauf gewartet haben, bis es endlich wieder auf das gewohnte Grün geht. Aber wir haben die Zeit trotzdem so produktiv wie möglich genutzt und sind ganz gut in die Rückrunde gekommen.

Ihr musstet aufgrund der Platzverhältnisse oft auf Testspiele ausweichen. Welchen Fokus habt ihr im Trainerteam in dieser Zeit besonders gesetzt – eher Physis oder taktische Feinheiten?
In erster Linie, waren wir froh, dass wir die Jungs einfach wieder ins Spielen bekommen haben, weil ja auch viele Testspiele ausfallen mussten. Der Fokus, lag schon ganz klar darauf taktisch und spielerisch den nächsten Schritt zugehen.

Mit Marco Stefandl ist im Winter ein bekanntes Gesicht zurückgekehrt. Wie schnell hat er sich wieder ins System integriert und welche Impulse erhoffst du dir von ihm für die Rückrunde?
Marco, hat sich gleich gut in die Mannschaft wieder integriert. Auf dem Platz, gibt es für ihn jetzt im Vergleich zu seinem alten Verein natürlich neue Abläufe, dass muss sich noch ein wenig entwickeln, aber da sind wir auf einem sehr gutem Weg und er wird uns mit seinen Qualitäten noch extrem weiterhelfen!
Ich erhoffe mir natürlich, dass er mit seiner Erfahrung und seinen Qualitäten, weiterhin dazu beitragen kann, dass wir weiter erfolgreich sind.

Der Start ins Jahr 2026 verlief mit dem deutlichen 4:0 gegen Lupo-Martini und dem Sieg in Spelle sehr erfolgreich. Was war deiner Meinung nach der Schlüssel, um sofort wieder „auf Betriebstemperatur“ zu sein?
Nach dem verlorenen letzten Test gegen Werder, haben wir uns mit der Mannschaft nochmal zusammengesetzt, einige Dinge aufgearbeitet und der Mannschaft vor Augen gehalten, worum es jetzt geht Die Jungs haben das super angenommen und schon in den Einheiten danach hat man eine riesige Vorfreude gespürt, die Stimmung war top und die Ergebnisse sprechen jetzt für sich. Wichtig ist die Spannung weiter hochzuhalten und dann schauen wir mal, wo wir in ein paar Wochen stehen und wie die Ausgangslage ist.

Nach der „englischen Woche“ mit dem Nachholspiel in Wolfenbüttel: Wie steht es um die Fitness und die Frische im Kader für die kommenden Aufgaben?
Die Mannschaft ist absolut fit und in Spelle haben wir ein bisschen rotiert. Jetzt haben wir wieder normale Wochen vor uns und da sind wir gut aufgestellt, um die Spiele mit viel Energie und Frische anzugehen.

Du bist jetzt seit fast einer Dreiviertelsaison als Co-Trainer beim SV Atlas. Wie blickst du auf deine bisherige Zeit zurück – ist der „Delmenhorster Jung“ endgültig im Herren-Leistungsbereich angekommen?
Absolut! Der Einstieg war für mich überragend, ich wurde von allen super aufgenommen und integriert. Die tägliche Arbeit macht mir Spaß und es war für mich genau der richtige Schritt. Jedes Mal, wenn ich auf das Gelände komme, erfüllt es mich mit riesigem Stolz für diesen Verein tätig zu sein. Jedes Heimspiel ist für mich ein Highlight, wenn die Musik läuft und ich mit der Mannschaft zum Warm Up rausgehe. Das sind Momente, die ich einfach genieße.

Wie sieht die Aufgabenverteilung zwischen Key Riebau, Lasse Otremba und dir im Trainingsalltag aus? Wer übernimmt welchen Part, wenn es an die Spielanalyse oder die Standardvorbereitung geht?
Im Training kümmern sich Lasse und ich uns hauptsächlich ums Warm Up, Passfolgen oder auch Spielformen. Im Anschluss übernimmt Key, wenn es dann in die taktischen Elemente geht. Das hat sich sehr gut eingespielt. Zu den Spieltagen gehen da Key und Lasse vermehrt in die Analyse und ich kümmere mich um die Standards, wo ich mit Benni (Rabe) auch eine sehr gute Hilfe habe. Im Anschluss, besprechen wir aber alles final nochmal und dann steht der Matchplan.

Du kennst durch deine Zeit beim JFV viele junge Talente in der Region. Wie wichtig ist dir die Integration von Nachwuchsspielern in den Oberliga-Kader des SV Atlas?
Schöne Frage. Mir liegt da schon sehr viel dran, junge Talente zu integrieren. Man muss aber immer ein Auge darauf haben, wie weit entwickelt sind die Jungs, wenn sie aus dem U19-Bereich kommen und wie realistisch ist das ganze. Mit dem JFV sind wir beispielsweise in einem sehr guten Austausch und konnten da auch schon Jungs ins Training integrieren. Aber auch in der ganzen Region, hab ich da ein gutes Auge drauf und da schauen wir natürlich auch, ob was interessant werden kann und wenn ja, freut mich das natürlich sehr.

Wir stehen aktuell punktgleich mit der Spitze (Egestorf/Langreder) da. Wie geht ihr intern mit der Erwartungshaltung um – schielt man da schon fest auf die Regionalliga-Relegation?
Wir tun grade gut daran von Spiel zu Spiel zu denken. Ich weiß, das ist ein wenig rumgefloskel, aber es ist wirklich so und die Mannschaft macht das richtig gut und geht professionell damit um. Das Ziel ist natürlich klar und wir werden da auch alles reinhauen um am 17. Mai in Wilhelmshaven, nicht nur uns, sondern allen Delmenhorstern strahlende Augen zu bereiten.

Es geht gegen den Lüneburger SK Hansa. Was für ein Spiel erwartest du und welche Botschaft möchtest du den Fans im Stadion an der Düsternortstraße für den Endspurt mitgeben?

Wir erwarten wieder ein kampfbetontes Spiel, in dem wir wieder an die Leistungsgrenzen gehen müssen. Lüneburg ist mit einem Sieg gegen Spelle und einem unentschieden gegen Rehden in die Rückrunde gestartet, die werden gut drauf sein. Aber, wenn wir weiter so fokussiert arbeiten und alles abrufen, bin ich überzeugt, dass wir am Samstag ein gutes Spiel zeigen werden. Abschließend ist es mir wichtig, dass unser Stadion in der Rückrunde eine Festung bleibt. Der Support von den Rängen ist sehr wichtig für uns und ich hoffe, dass wir im Endspurt alle gemeinsam nochmal ein drauflegen. Zusammen kämpfen, zusammen Emotionen reinbringen und am Ende hoffentlich zusammen feiern. Gemeinsam für die Stadt und für den Verein!