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Atlas gegen Kickers unter Flutlicht

Artikel vom 25. August 2026

Flutlichtspiele sind für echte Fußballliebhaber das Allergrößte. Ich wette alle von uns können sich an das erste oder eines dieser monomentalen Ereignisse erinnern.
 
Bei mir war es in der Saison 1982/1983 das Abendspiel des SV Werder Bremen gegen den FC Schalke 04, um 20 Uhr, am 8.10.1982. Das Spiel endete 4:0. Alle Tore fielen in der 2. Hälfte und die Torschützen hießen Siegmann (64.), Neubarth (75.), Okudera (81.) und Möhlmann in der (86.).
 
Ich war 8 Jahre alt und durfte mit den Männern unserer Familie in der Dunkelheit den Marsch auf das Weserstadion antreten. Hier könnte ein ganz wichtiges Element angesprochen sein, es sind die Flutlichtmasten, die von weiten zu sehen sind. Zum Glück haben wir das jetzt in Delmenhorst auch, wo doch in vielen Arenen der Neuzeit die Lichter leider in die Tribünendächer integriert sind. Sehr traurig und vielleicht deshalb fing ich vor Jahren an die Flutlichmasten z.B. im Weserstadion in meinem WhatsApp Status zu posten. Spannend, die Reaktionen darauf sind gefühlt höher als bei anderen Posts.
 
Weiter typisch die Gespräche über das zu erwartende Spiel untereinander oder aus sowie mit anderen Gruppen, die allesamt auf den Ort der Begierde zusteuern. Dann ist es eben oft die Jahreszeit, wo es durch die frühere Dunkelheit eben nicht selten kälter ist. Das kann das ganze noch spürbarer machen und Erinnerungen nähren.
 
Am Stadion angekommen ist das Stadion selbst hell erleuchtet doch im Drumherum gibt es diese dunklen Stellen, manchmal leicht diffus. Die Sinne sind geschärft und man nimmt vielleicht deshalb neben den optischen Besonderheiten auch die diversen Geräusche intensiver wahr. Da sind die Fangesänge und Schlachtrufe, die Musik und Ansagen über die Laufsprecher, wieder die so unterschiedlichen Stimmen, die sich zu einer so fußballauthentischen Melange zusammenfügen.
 
Selbst die Gerüche scheinen auf ein Mal ausgeprägter zu sein und die typische Stadionwurst oder das köstliche Bier sind nicht selten stilprägend.
 
Was mir vom 8.10.1982 weiterhin in Erinnerung geblieben ist und in jedem Flutlichtspiel garantiert, sind die kräftigeren Farben. Damals und bis heute in meinem Kopf verankert war es z.B. das leuchtende Torwarttrikot von Norbert Nigbur mit seinen längeren blonden Haaren. Nigbur war der Keeper der Knappen und hatte an dem Abend ordentlich zu tun. Alle optischen Eindrücke sind viel intensiver und damit zuvorderst das satte Grün des Spielfeldes, das glänzende Spielgerät oder die leuchtenden Trikots sind bestimmt besonders markant. Ich denke und hoffe, dass die meisten Leserinnen und Leser all das vor Augen haben und ihren speziellen Moment in Verbindung mit einem Flutlichtspiel.
 
Das Spiel unseres SV Atlas gegen Kickers Emden bietet beinahe eine Garantie insbesondere als Flutlichtspiel auch einen Platz im Gedächtnis zu erobern. Dafür heißt es Mittwoch, 19:30 Uhr vor und im Stadion.
Spot on.
 
Euer Stefan Keller
Vorstand Partnering & Strategie
 
 
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