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Regenschlacht im Delmenhorster Schlamassel

Samstag, 14. März 2026 · 14:00 UhrOberliga Niedersachsen, 22. Spieltag

Schiedsrichter: Jannik Benjamin MeyerLinienrichter: Tobias Frohböse, Leon-Maximilian Holtfreter

Zuschauer: 550

90

Spielbericht vom 14. März 2026

Es hätte so schön sein können. Während die Konkurrenz seit Wiederaufnahme der Saison in diesem Jahr Federn ließ und dem SV Atlas den roten Teppich ausrollte, entschieden sich unsere Jungs im heimischen Stadion anscheinend für die Rolle des höflichen Gastgebers. Statt den Sack zuzumachen, gab es gegen den Lüneburger SK Hansa eine bittere 1:3-Heimpleite.

Dabei fing alles im Dauerregen nach Plan an. Trotz norddeutschem „Schietwetter“ legte Atlas los wie die Feuerwehr. In der 13. Minute veredelte Fagerström einen Angriff wie aus dem Lehrbuch zur 1:0-Führung. Die 550 wetterfesten Zuschauer waren zu diesem Zeitpunkt noch guter Dinge, dass der SVA die Punkte im Trockenen behält. Doch nach dem Führungstreffer hakte das Atlas-Getriebe unerklärlicherweise. Der notwendige Biss? Fehlanzeige. Der LSK hingegen war längst auf Betriebstemperatur und sezierte die Atlas-Abwehr immer wieder mit langen Bällen in die Tiefe. Die logische Konsequenz: In der 35. Minute klingelte es zum 1:1-Ausgleich durch Bo Weishaupt. Mit diesem Remis ging es in die Halbzeitpause – und die Hoffnung war noch da.

Nur drei Minuten nach Wiederanpfiff (48.) stellte Tjark Dörr auf 1:2. Atlas versuchte zwar viel und hatte gefühlt den Ball die meiste Zeit am Fuß, doch in den entscheidenden Zweikämpfen war der LSK einfach galliger. Sogar die eigentliche Paradedisziplin – das Spiel gegen den Ball – wirkte diesmal unerklärlich löchrig.

Zwar war der SVA konditionell obenauf und rannte bis zum Schluss an, doch in der 89. Minute machte Raphael Thinius mit dem 1:3 den Deckel drauf. Auch sieben Minuten Nachspielzeit halfen nichts mehr; das Ding war durch.

Völlig durchnässt und mit bedröppelten Mienen schlichen die Spieler in die Katakomben. Wer Geschenke der Konkurrenz so konsequent ignoriert, darf sich am Spielende nicht beschweren. Statt den Sprung nach vorne zu machen, heißt es jetzt: Wunden lecken und die Regenjacken imprägnieren.

Drei schwere Brocken vor der Brust: Jetzt zeigt sich, aus welchem Holz der SVA geschnitzt ist. Der Spielplan meint es nicht gut, denn nun warten drei echte Kaliber:

* Fr., 20.03. (19:30 Uhr): Auswärts gegen BSV Rehden (Flutlicht-Fight!)
* Fr., 27.03. (19:30 Uhr): Nächster Halt: TuS Bersenbrück (Auswärts)
* Mo., 06.04. (15:00 Uhr): Heimspiel-Kracher gegen VfV Hildesheim

Also Kopf hoch, Brust raus und in Rehden den Biss wiederfinden, den wir gestern in der Matschepampe verloren haben.

 

 

 

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